: Was ist der Mensch? - Alles kommt aus dem Geist

1. Ebene

  • Der Mensch ist ein geistiges Wesen. Er hat einen Körper, er ist aber nicht sein Körper. Bin ich denn nicht mehr 'Ich', sobald ich z.B. durch einen Unfall einen Finger oder gar ein Bein verlöre? - Wenn ich sage: "Mein Körper, mein Bein, meine Hand, meine Augen usw.", dann setze ich vor die Körperteile ein besitzanzeigendes Pronomen.
    Folglich bin ich mehr als nur ein Körper. Denn wer in uns spricht dieses 'mein'?
  • Alles Handeln und Gestalten des Menschen wird durch Gedanken und Emotionen in die Wege geleitet; nicht durch Instinkte, die 'automatisch' anspringen wie bei den Tieren.
  • Der Mensch hat im Gegensatz zum Tier die Macht der Entscheidung. Seine Entscheidungen lenken seinen Weg.
  • Ideen sind Gedanken, die durch Emotionen eine Motivation erfahren, sodass die Ideen eine Umsetzung in die Materie erfahren können.

2. Ebene

 

Alle Materie entsteht aus dem Geist. Die Materie entsteht aus einem alles umfassenden Bewusstsein. Auch das alles umfassende Bewusstsein ist Geist.

 


:  "Das Wichtigste für ein Leben in Glück und Zufriedenheit ist ein ruhiger Geist."     (Dalai Lama)


 : Was wäre wohl aus dem Menschen geworden, wenn er sich nicht selbst erforscht hätte und so seiner tiefer liegenden Natur gewahr geworden wäre? ... Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung für menschliche Entwicklung. Erst wenn wir in die Stille gehen und nach innen schauen, können wir erahnen, worauf es im Leben ankommt. Werde dir bewusst, wer du bist! Erkenne, was im Leben wichtig ist! Versöhne dich mit deinem Schicksal! Sei wahrhaftig! Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Gehe nach innen!                                                                                                             

(Sylvester Walch in 'Vom Ego zum Selbst')

          


: Wenn wir nach innen gehen und unsere Lebensmuster, Gewohnheiten und Motive untersuchen; wenn wir unser inneres Gefüge verstehen lernen, aus dem unser Antriebe erspringen, desto klarer wird es in uns; umso mehr erweitert sich unser Horizont. Je mehr wir unsere unbewussten Reaktionen kennenlernen, desto weniger können wir manipuliert werden.

Desto mehr werden wir zum aktiven Gestalter unseres persönlichen Lebens, unabhängig aller Umstände.

 


Toleranz

= das Begreifen von einem Verbundensein auf einer tief menschlichen Ebene bei aller Verschiedenheit und trotz mancher Verletzungen, die einander zugefügt werden oder wurden.


Religion und Spiritualität

 

Alle religiösen Traditionen haben eine gemeinsame spirituelle Essenz, auf der jeweils ein Lehrgebäude mit Dogmen (Lehrsätzen) errichtet wurde, von denen einige darüber hinaus auch noch institutionalisiert wurden.

 

In der heutigen Zeit geht es nicht um Dogmen, sondern um spirituelle Erfahrung, die lebendig spürbar ist.
Das bedeutet, sich auf die Suche nach dem eigenen spirituelle Weg zu machen und ihn zu gehen, damit deutlich spürbar werden kann, dass das Leben mit seinen hellen und dunklen Seiten insgesamt von einer übergeordneten Kraft gehalten ist; dass der Mensch im Kern ein unvergängliches geistiges Wesen ist, das weder im Leben noch im Sterben allein ist.

 


Weitere Gedankensplitter folgen nach und nach.