1. Die Wahrnehmung

 

Um den Kurs in Wundern verstehen zu können, müssen wir uns erst einmal mit der Wahrnehmung der Welt beschäftigen.

 

Im Kurs wird unsere gewohnte Wahrnehmung um 180 Grad gedreht. Den Kurs zu verstehen, bedeutet eine völlige Umkehr unseres gewohnten Wahrnehmens und Denkens.

 

Erklärung:

 

Wir werden in die Welt geboren und lernen sie so wahrzunehmen, wie die Generationen vor uns und wie diese uns die Welt erklärten. Das bedeutet: Die äußere Welt soll anscheinend das Erstrangige sein, welches unser Dasein bzw. Leben bestimmt. Demnach beeinflusst sie uns und wir können sie aber auch bis zu einem gewissen Grad beeinflussen.
Dabei nehmen wir allerdings nicht zur Kenntnis, dass alles, was wir im Aussen machen, seinen Ursprung in unserem Inneren hat. Und alles, was von aussen her auf uns zukommt, wird durch unsere innere Haltungen, die wiederum von unseren (be-)urteilenden Gedanken hierzu abhängen, beeinflusst. (Siehe auch unter Menüpunkt 'Texte/Selbstfindung' -'Neue Innenwege - Neue Aussenwege.)

Wir unterschätzen somit unser psychisches und geistiges Sein.
Der Kurs macht uns darauf aufmerksam, dass die Aussenwelt, der wir ausgeliefert zu sein scheinen, nicht das Primäre/Erstrangige unseres Daseins ist, sondern dass unserer Innenwelt beim Überleben in dieser Welt und bei der kreativen Gestaltung der Welt der erste Platz zukommt.

Schon allein auf der weltlich-psychologischen Ebene (Logotherapie) bringt diese Wahrnehmung ganz neue und hilfreiche Umgangsformen mit den Problemen des Lebens auf diesem Planeten mit sich als die bisherige und gängige Wahrnehmung.

 

Der Kurs geht jedoch noch darüber hinaus, indem er auf eine geistige und spirituelle Dimension im Menschen, in jedem Menschen, hinweist:

Sehr viele Gläubige vieler Religionen, dazu gehören auch die meisten Weltreligionen, gehen davon aus, dass das Leben in der Welt das Erstrangige ist und der Glaube an eine geistige Dimension zweitrangig und diese Dimension erst nach dem Sterben eine spezielle Bedeutung bekommt.

Der Kurs lehrt uns jedoch, dass es andersherum ist. Die geistige/spirituelle Dimension im Menschen ist das Primäre und das Eigentliche seiner Existenz. Die Welt der Sinneseindrücke, Dinge und Ereignisse folgt dem an zweiter Stelle.

Je mehr Sie den Kurs kennenlernen und je mehr Sie in ihn hineinwachsen, desto deutlicher wird Ihnen werden, welche positive Auswirkung diese Wahrnehmung für das weltliche Dasein hat. An dieser Stelle einmal kurz ausgedrückt:
Wir sind nicht Opfer der äußeren Umstände, da in uns eine viel ausgedehntere und kraftvollere Dimension vorhanden ist
(die Geistige Dimension), von der aus wir unser Leben bewusst lenken können. (Detaillierter später).
Da wir jedoch in der Welt der Polarität leben, das heißt, dass es zu jeder Eigenschaft einen Gegenpol gibt, ist auch in unserem Inneren die Polarität vorhanden (z.B. Freude - Trauer, Angst - Mut, usw). Der andere Pol zur geistigen Dimension ist unsere gewohnte Wahrnehmungsweise, die sehr viel begrenzter ist als die geistige und führt deshalb oft nicht zu günstigen Resultaten.

 

So, wie wir die Welt wahrnehmen, steht sie also auf dem Kopf. Der Kurs lehrt uns, sie auf die Beine zu stellen, und will uns dabei helfen, eine korrigierte Wahrnehmung, die wahre Wahrnehmung, zu verinnerlichen.

Deshalb steht ganz zu Beginn des Kurses folgende einleitende Aussage:

 

>> Wie ein Mensch denkt, so nimmt er wahr. Suche deshalb nicht die Welt zu ändern, sondern entscheide dich, dein Denken über die Welt zu ändern. <<   

 

Ich möchte Ihnen empfehlen, in Gedanken immer wieder das eben Geschilderte durchzudenken und durchzuempfinden.

Die Frage, die dabei helfen kann, lautet: "Wie wäre es, wenn ich die Welt und das Leben in ihr tatsächlich nicht richtig wahrnehme? Wenn ich mich tatsächlich täusche und alles ganz anders ist?"

 

Zur wissenschaftlichen Forschung gehört, dass, um weiterzukommen, immer auch wieder eine sogenannte Arbeits-hypothese aufgestellt werden muss.
Darunter ist zu verstehen, dass man eine Aussage über einen Zustand macht, die solange gilt, bis sie bewiesen oder widerlegt wird.
Nehmen Sie doch das oben Geschilderte mal als eine Arbeitshypothese für den Fortgang Ihres weiteren Lebens an und für Ihr Voranschreiten im Kurs! Es macht nichts, wenn Sie am Anfang zwischen beiden Wahrnehmungen hin- und herschwanken. Das ist normal. Aber lassen Sie nicht die vom Kurs geschilderte Alternative los. Denken Sie immer wieder über sie nach, spüren in Sie in sie hinein.                              

                                                                                                                                                                          25.03.2024

Fortsetzung folgt ...

 

Im Kurs wird uns mitgeteilt, dass es genau genommen nur diese eine geistige Dimension gibt, die in unzählige Ebenen zerfallen ist, wobei die unterste Ebene die materielle Welt mitsamt dem materiellen Universum ist und die höchste Ebene die göttliche, welche die geistige Ebene, die Quelle allen SEINS, ist.

 

Er nennt den Vorgang des Zerfallens 'die Trennung', deren Ursprung die Entstehung des 'Egos'ist. Das Ego ist zunächst eine prinzipielle Abwendung von Gott bzw. der Quelle. Danach folgen immer weitere Aufspaltungen in die Vielfalt der Materie hinein. Somit ist auch unser Körper zunächst einmal ein Werkzeug des Ego. (mehr dazu später). Die materielle Welt ist im Gegensatz zur Lehre des Christentums nicht von Gott erschaffen sondern vom Ego als Abwehr gegen Gott (Entstehung der Polarität).

Was der Kurs jedoch ganz deutlich sagt, ist, dass die Seelen aller Menschen von Gott erschaffen sind. Auch macht er deutlich und weist ständig darauf hin, dass Gott reine Liebe ist und die Polarität bei ihm nicht existiert.
Weiter: Gott hat eine eigene, geistige Schöpfung, das geistige Universum, welche wir jedoch mit den Sinnen des Körpers nicht wahrnehmen können, aber mit der Seele per Intuition erfahren können. Unsere Seelen sind als Gottes Schöpfung somit ebenso reine Liebe. Unsere wahre Heimat ist das geistige Universum, die geistige Schöpfung Gottes.

 

Wir sind also nicht unser Körper sondern geistige Wesenheiten, die durch die Trennung in die polare Welt des Egos gefallen sind und folglich sich mit der Polarität dieser Welt auseinandersetzen müssen. Wir sind nicht unser Körper und wir sind auch nicht das Ego. Das Ego ist ein Aspekt des Widerspruches zu Gott. Die Menschen sind jedoch 'gottgeborene Seelen'.

Allerdings besteht für jeden die freie Wahl, sich zwischen der Ebene des Göttlichen in sich und der Ebene des Ego zu entscheiden. Selbstverständlich spricht der Kurs für die Ebene des Göttlichen in uns. Er will uns helfen, uns für sie zu entscheiden, indem er sozusagen deren Vorteile aufzeigt und die Nachteile der Ego-Welt, um so eine Welt des Friedens, der Harmonie und der allumfassenden Liebe in jedem Einzelnen und zwischen allen Menschenseelen zu errichten.

Der Kurs spricht jeden einzelnen Menschen an, wobei er betont, dass es viele Wege zur Quelle (Gott) gibt und der Kurs lediglich einer davon ist. Wenn nicht jeder mit dem Kurs klar kommt, ist das nicht "schlimm". Diejenigen werden einen anderen Weg finden zurück zur Quelle. Auch will der Kurs keine neue Religion begründen, geschweige denn eine Institution, die denselben lehrt. Er ist in erster Linie zum Selbststudium für den Einzelnen gedacht.

                                                                                                                                                                                   30.03.2024                                                                                                                                                                             

Fortsetzung folgt ..