Ein Kurs in Wundern ist eine meisterhafte Synthese von zeitlosen spirituellen Einsichten und wesentlichen psychologischen Erkenntnissen. Er lehrt einen speziellen Weg zum inneren Frieden. Innerer Frieden ist die Grundlage für Frieden in der äußeren Welt.

"Wie ein Mensch denkt, so nimmt er wahr. Suche deshalb nicht die Welt zu ändern, sondern entscheide dich, dein Denken über die Welt zu ändern."                                  (Ein Kurs in Wundern)

 

 

 

Ein Überblick:

 

Ein Kurs in Wundern ist eine spirituelle Lehre, die eine ganz andere Sichtweise auf die Welt beinhaltet als die gewohnte. Dadurch beantworten sich Fragen, auf die die Menschheit bislang noch keine wirklich zufriedenstellenden Antworten gefunden hat.
Das Besondere am Kurs – wie er oft nur kurz genannt wird – ist, dass er nicht nur auf die großen Lebensfragen eingeht, sondern dass er uns Schritt um Schritt aufzeigt, wie wir in unserem täglichen Leben zu einem achtsamen,
liebevollen Umgang mit uns selbst gelangen können und in jeglicher Form der Beziehung mit unseren Mitmenschen und wie wir dadurch Frieden finden können.


Weil es ein schrittweises Umlernen unserer gewohnten Wahrnehmung anstrebt, heißt dieses Buch ‚Kurs‘. Er besteht aus drei Teilen: Textbuch, Übungsbuch, Handbuch für Lehrer (+ Begriffsbestimmung) und ist in erster Linie zum Selbst-studium gedacht. Hilfreich können auch Arbeitsgruppen sein, die aus zwei Personen bestehen oder mehreren.

 

Mit ‚Wundern‘ ist im Kurs die Motivationskraft gemeint, die das Loslassen und die Auflösung von Blockaden in unserem Geist ermöglicht, durch welche wir die Welt, uns selbst und unsere Mitmenschen in verzerrter Form wahrnehmen. Die Wunder, die durch den Weg des Kurses angeregt werden, führen zur Heilung dieser verzerrten Wahrnehmung und dadurch zu einer großen inneren Freiheit, die sich im konkreten Leben in positiven Veränderungen spiegelt. Wunder führen dazu, dass wir die Angst, die sich in Form von unzähligen kleinen und größeren Ängsten im Leben zeigt, loslassen können, weil wir zu verstehen beginnen, dass das Leben im Hintergrund von einer allumfassenden Liebe gehalten wird und Angst deswegen unnötig ist.

 

Der Kurs ist von der Sprache her christlich, inhaltlich entspricht er jedoch auch den alten Lehren östlicher Weisheit. Überdies definiert der Kurs etliche christliche Begriffe anders, als es die christliche Theologie tut.

 

In der Kurzinformation zum Kurs in Wundern vom Greuthof Verlag, der den Kurs verlegt, heißt es:

 „Ziel der Arbeit mit dem Kurs ist es, die Identifikation mit dem Ego-Selbst, der Identität aus Kleinheit, Groll, Angst und Schuldgefühlen, bewusst zu machen und schrittweise zu lockern und zu lösen. Damit entsteht Frieden, der uns zunehmend an eine alte, verschüttete Wahrheit in uns erinnert: die Identität der Unverletzlichkeit, Unschuld und Liebe, die wir nie verloren haben." 

 

Das Textbuch enthält den theoretischen Teil der Lehre.

Das Übungsbuch ist mit 365 Übungen so aufgebaut, dass für jeden Tag im Jahr eine Übung in Frage kommt und dass, wenn man sich an die Übungshinweise hält, der Text für sich wirkt und zu einer neuen Sichtweise und zu einem Umschwung im Leben führt.

 

Erfahrungsgemäß ist es nicht für jeden möglich, das Übungsbuch auf diese Weise durchzuarbeiten (im Kurs heißt es auch, dass diese Vorgehensweise zwar wünschenswert ist, aber nicht zwingend). Jeder soll seine eigene Reihenfolge finden, wie er am Besten den Kurs erarbeiten kann. Der Kurs wird allerdings öfter auch nur punktuell gelesen, was allerdings dazu führt, dass seine ganze Kraft nicht in vollem Umfang genutzt werden kann. Ein Grund dafür ist, dass der Sprachstil zunächst gewöhnungsbedürftig ist. Bei ihm ergibt sich nicht linear Eines aus dem Anderen. Er bewegt sich spiralig fort. Auf diese Art zu lesen, sind wir nicht gewohnt, weil dieser Stil nicht alltäglich ist. Deshalb kann man den Kurs schwerlich hintereinander weg lesen, so, wie einen spannenden Roman. Das langsame Lesen ermöglicht aber, dass man angehalten wird, über den Inhalt der Sätze in Ruhe nachdenken zu können. Dieser kann somit besser verinnerlicht werden. Mit der Zeit lässt es sich daran gewöhnen, auf diese Weise zu lesen, und man wird entdecken, dass neben sachlich erklärenden Passagen wunderbare, tief berührende Abschnitte vorkommen.

Wer sich für den Weg des Kurses entscheidet, kommt irgendwann an den Punkt, an dem er beginnt, sowohl seine Art der Sprache als auch den Inhalt zu lieben. Das Lesen wird mit der Zeit einfacher.

 

Das zügige Lesen ist auch deswegen zunächst schwierig, weil der Text auf einem speziellen Denksystem basiert,welches  vom gewohnten Denken, so wie wir es von Kindesbeinen an gelernt haben, erheblich abweicht. Man muss lernen umzudenken, was ja auch zur Absicht des Kurses gehört.

 

Meine eigene Vorgehensweise beim Einstieg war die, dass ich anfangs parallel zum Kurs Ergänzungsliteratur von
Kenneth Wapnick (22.2.1942 – 27.12.2013) las. Er war ein weltweit anerkannter Kenner und Lehrer des Kurses und hat viele den Kurs erläuternde Bücher geschrieben, die dabei behilflich sind, diese spirituelle Lehre von Grund auf nachvollziehen zu können. Das hat mir einen zügigen Einstieg ermöglicht.

 

Nochmals etwas zur Sprache. Sie ist, wie gesagt,  insgesamt christlich und enthält auch etliche Begriffe aus der christlichen Theologie. Wer sich schwer damit tut, dem möchte ich vorschlagen, sich dennoch nicht davon abhalten zu lassen, es mit dem Kurs zu versuchen, denn viele dieser Begriffe haben eine andere Bedeutung als die gewohnt christliche. Für diese Begriffe hat Kenneth Wapnick auch ein Glossar veröffentlich "Glossar zu EIN KURS IN WUNDERN", in dem die abweichenden Begriffe erläutert werden.

Die anderen Definitionen lassen alles in einem anderen Licht erscheinen. Immer wieder geht es Menschen mit dem Kurs so, dass sie, sobald sie sich ihm zunächst vorsichtig genähert haben, seine unglaublich befreiende Wirkung ahnend spüren und sich dann immer mehr zu ihm hingezogen fühlen.

 

Und es gibt Menschen, die sich vom Kurs überhaupt nicht angesprochen fühlen. Das ist aus der Sichtweise des Kurses nicht dramatisch. Er will keine neue Religion begründen und auch nicht missionieren. Der Kurs ist in erster Linie für den einzelnen Menschen gedacht (zum Selbststudium), der sich von ihm angesprochen fühlt. Der Kurs anerkennt, dass es viele spirituelle Wege gibt, letztlich, wie er sagt, so viele wie es Menschen gibt. Denn jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Weg. Auch das sagt der Kurs: Dass es nur eine Wahrheit gibt, nach der wir in der Tiefe unserer Seele suchen. Wege zur Wahrheit gibt es jedoch viele.

 

Dabei fällt mir ein Buchtitel von SH Dalai Lama ein, der heißt „Das Herz aller Religionen ist eins“.

Mögen alle Religionen in ihrer äußeren Form recht unterschiedlich sein, vergleicht man ihre Kernaussagen, dann ist zu erkennen, dass es ums Selbe geht: Jeder Mensch trägt tief in sich eine Ahnung (Erinnerung) an eine andere Sphäre des Seins, die zeitlich und räumlich nicht begrenzt sondern unendlich ist und in der Frieden, Harmonie und bedingungslose Liebe die Atmosphäre bilden. Hiernach richtet sich die tiefste Sehnsucht im Menschen, auch in jenem, der äußerlich als gnadenloser Egozentriker erscheint. Das Problem ist, wie der Kurs sagt,  dass wir meist an der falschen Stelle nach diesem Ziel suchen und diese Sehnsucht auf Vergängliches projizieren. Wir sind sozusagen nicht aus dem Paradies geworfen worden, sondern wir haben die Erinnerung daran verloren, die Erinnerung an unsere Herkunft,  und leben nun in einem Traum von Begrenzung und Vergänglichkeit. Der Weg des Kurses will uns helfen, aus diesem Traum aufzuwachen, damit wir unsere wahre Identität wiederfinden können, die über unser körperliches Sein hinausgeht, sodass wir auch die Quelle wiedererkennen können, aus der wir alle stammen. Dieser Wahrnehmungswechsel unserer selbst führt dazu, dass uns ein befreiter Umgang mit der Welt und mit allem, was uns das Leben in ihr an Schwierigem präsentiert, möglich wird.

Hierzu hat der Kurs viel zu sagen.

Er vereint auf logisch-nachvollziehbare und auf  sich nicht gegenseitig widersprechende Weise christliche Anschauungen mit  Anschauungen aus anderen spirituellen Lehren. Ebenso geht er näher auf bestimmte, die Lebensbedingungen grundlegend bestimmende Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Psyche ein, die es uns in der Welt schwer machen, in Harmonie mit uns selbst und unseren Mitmenschen zu leben.

 

Der Kurs in Wundern enthält zwei Ebenen, zwischen denen er immer wieder wechselt. Die eine Ebene ist die göttliche bzw. nonduale Ebene. Die andere Ebene ist die weltliche. In der Welt ist die Polarität bzw. Dualität vorherrschend. Jede Eigenschaft hat ein Gegenteil, einen Gegenpol mit vielen Abstufungen dazwischen. Der Kurs sagt, dass in der göttlichen Ebene keine Polarität oder Dualität vorhanden ist. Sie ist nondual. Es ist zwar für unseren begrenzten Verstand nicht einfach, sich Nondualität vorzustellen, da er nur die Polarität kennt. Je vertrauter wir aber mit dem Kurs werden, desto mehr können wir spürend erahnen, was mit Nondualität gemeint ist. Dort ist alles alles Eins, es gibt keine entgegengesetzte Pole.

 

Um besser auseinander halten zu können, welche Ebene im Text gerade gemeint ist, werden die Begriffe, die der göttlichen Ebene zugehören, im Kurs in GROßBUCHSTABEN  geschrieben. Sind dieselben Begriffe klein geschrieben, gehören sie der weltlichen Ebene an.

 

Spezielle Hinweise zum Aufbau des Kurses:

 

Der Kurs ist sehr präzise gegliedert und bis in jeden einzelnen Satz mit Ziffern bezeichnet.

 

Das Textbuch erläutert in 31 Kapiteln die eigentliche Lehre.
Im Übungsbuch ist der Inhalt der Lehre in Form von Lernlektionen wiedergegeben und möglicherweise für manche(n) Interessierte(n) zunächst leichter zugänglich als im Textbuch. Das Übungsbuch besteht aus 2 Hauptteilen.
Im Handbuch für Lehrer und den Begriffsbestimmungen sind einige Fragen, die sich beim Studium des Kurses ergeben, genauer erläutert.

 

Handbuch für Lehrer bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Kurs erst komplett erarbeitet sein muss, um dann zum Schluss erst das Handbuch lesen zu "dürfen". Im Kurs wird darauf hingewiesen, dass es jedem Studierenden (Schüler) freigestellt ist, mit welchem Teil er beginnt. Dabei ist jedoch nicht aus den Augen zu verlieren, dass alle drei Bücher zusammengehören und nur so die Lehre wirklich verstanden und gelernt werden kann. Deshalb erscheinen sie zusammengefasst in einem Band und nicht einzeln.

Zu Beginn der Einleitung zum Übungsbuch ist zu lesen: "Eine theoretische Grundlage, wie sie das Textbuch liefert, ist der notwendig Rahmen, um den Übungen in diesem Übungsbuch Bedeutung zu verleihen. Indessen ist es die Durchführung der Übungen, die das Ziel des Kurses möglich macht."

 

Überdies sind die Begriffe 'Schüler' und 'Lehrer' im Kurs nicht hierarchisch definiert, wie wir es gewohnt sind. Sondern: Sobald zwei Menschen zueinander in Beziehung treten (und sei es nur, dass zwei fremde Menschen kurz im Fahrstuhl miteinander ein paar Worte austauschen) sind wir wechselseitig Schüler und Lehrer zur gleichen Zeit. Damit ist gemeint, dass jeder Mensch durch sein Verhalten ständig lehrt (auch unbewusst), welche Überzeugungen er hat und was er von sich selber hält. Die zweite Person empfängt dann diese Botschaft und nimmt sie als Lernender auf. Er lernt, was der jeweils andere gerade über die Welt und sich selbst denkt. Und auch der Empfänger lehrt mit seiner Reaktion und Weise des Verhaltens, was er denkt und wie er sich selbst sieht. Wir können also immer gegenseitig voneinander lernen. Was der Einzelne dann damit macht, ist nochmals etwas anderes. Ausserdem lernen wir selbst das was wir lehren. Im Lehren verfestigt sich das vorhandene Wissen. Möglicherweise fallen uns aber auch Unstimmigkeiten auf, bei dem was wir lehren, sodass die Möglichkeit zur Korrektur besteht.

Je weiter der Kursschüler auf dem Weg des Kurses voranschreitet, desto mehr geht auch seine Entwicklung als Lehrer des Kurses voran, indem er durch sein Verhalten immer mehr die Prinzipien des Kurses lehrt.