Seminare und Referate


Seminare 2020

 

Hospiz-Akademie Ulm; www.hospiz-ulm.de

(Anmeldung unter Tel: 0731 - 50 97 33 - 0):

 

Angst: Wenn die Wurzeln tief sind, braucht man den
Wind nicht zu fürchten
Do 12. Nov 2020; 17.30 bis 20.30 Uhr    

 

Familienbildungsstätte Ulm

(Anmeldung bei Erscheinen des Programms für die
2. Jahreshälfte ab
Juni/Juli unter Tel: 0731 - 96 286 - 0):

 

1. Das Enneagramm - Sich selbst und andere
    besser verstehen; besser mit sich und anderen leben   

    Sa. 19.09.2020;  10.00 – 15.00 Uhr mit Pause

 

2. Krise bedeutet ‚Entscheidung‘ - Ein neuer Modus für das
    Leben

    Sa. 24.10.2020;  10.00 – 15.00 Uhr mit Pause

 

3. Die Angst loslassen und endlich innerlich befreit leben
    Sa. 21.11.2020;  10.00 -15.00 Uhr mit Pause

 

4. Wie Werte und die Suche nach Sinn unseren Lebensweg
    lenken

    Sa 05.12.2020;  10.00 -15.00 Uhr mit Pause

 

Die Seminare können nur nach dem jeweils aktuellen Stand der Entwicklung von Covid-19 stattfinden. Der Veranstaltungsort wird Sie dementsprechend unterrichten.


Seminar-Beschreibung

 

Angst: Wenn die Wurzeln tief sind, braucht man den Wind nicht zu fürchten  

 

Dieses chinesische Sprichwort leitet uns zu dem zentralen Punkt in uns, von dem es abhängt, ob wir relativ angstfrei leben können. Im Umkehrschluss weist es darauf hin, wieso unser Leben von unzähligen mehr und weniger bewussten Ängsten verunsichert ist: Uns fehlt eine tiefe Selbstverbundenheit, die uns in uns selbst so verwurzelt, dass wir den Stürmen des Lebens mutig standhalten können. - In diesem Seminar schauen wir uns Struktur und Mechanismen der Angst genau an, denn wenn wir diese verstehen, können wir schon einmal viele verschiedene Ängste auflösen oder ihre Entstehung unterbinden. Wir beschäftigen uns ebenso damit, was mit Selbstverbundenheit eigentlich gemeint ist.     

 

1. Das Enneagramm - Sich selbst und andere besser verstehen; besser mit sich und anderen leben   

 

Wir gehen meistens davon aus, dass jede andere Person die Welt genauso erlebt wie wir. Dem ist aber nicht so. Ein nicht zu unterschätzender Grund hierfür ist die jedem Menschen angeborene Charakterstruktur. Sie hat sehr großen Einfluss darauf, wie ein Mensch wahrnimmt, denkt und fühlt. Daraus entstehen Standpunkte, die sehr unterschiedlich sind, und häufig zu Missverständ-nissen und Konflikten führen.

Das Enneagramm beschreibt als Charakterkunde auf sehr präzise Weise das Menschsein mit neun verschiedenen Charakteren. Die entsprechenden Strukturen kennenzulernen, hilft, sich selbst besser zu verstehen und die Menschen, mit denen wir in Kontakt kommen. Dadurch kann Konflikten vorgebeugt werden oder sie können besser durchschaut und gelöst werden. So wird es möglich, rücksichtsvoller sowohl mit sich selbst als auch mit unseren Mitmenschen umzugehen.

 

2. Krise bedeutet ‚Entscheidung‘ - Ein neuer Modus für das Leben

 

Corona zwang die Menschheit zum Innehalten. Das kann nicht ohne Bedeutung sein. Wer sich innerlich nicht dagegen wehrt, kann durch das Auftreten der Pandemie deutlich den Ruf des Lebens vernehmen: „So, wie ihr zuletzt gelebt habt, kann es nicht weiter-gehen! Wollt ihr euch denn selbst zugrunde richten?“ Der Virus konfrontierte die Welt mit einer enormen Menge von menschen-gemachten Schieflagen, die ohne Aufschub veränderungsbedürftig sind. Wie aber sollen und können wir dann leben? Sehr alte spirituelle Lehren, humanistisch-psychologische Schulen – unter anderen auch die Logotherapie – weisen bereits schon lange auf grundlegende menschliche Fähigkeiten und Verhaltensweisen hin, die einen sowohl gerechteren als auch selbstbestimmten und ebenso rücksichtsvollen Lebensmodus ermöglichen, die jedoch in der materialistisch orientierten Welt bislang noch viel zu wenig Beachtung fanden.  Das Seminar will eine Einführung geben in diesen heilsamen Lebensmodus.

 

3. Die Angst loslassen und endlich innerlich befreit leben

 

Zu leben bedeutet immer beides: Einerseits das Leben kreativ zu gestalten und andererseits es bewältigen zu müssen. Liebe und Angst sind die beiden entgegengesetzten Grundkräfte, die unser Leben bestimmen. Liebe entfaltet Leben, Angst engt es massiv ein und hat destruktiven Charakter. Unser Alltag ist durchwirkt von tausenderlei kleinen und von großen Ängsten, die sowohl die Lebensbewältigung als auch die Kreativität blockieren. Allen Ängsten zu Grunde liegt die Angst vor dem Tod. Sobald wir das Wesen der Angst, ihre Mechanismen und Inhalte genauer betrachten, können wir begreifen wie überflüssig der größte Teil der Ängste ist. Wir lernen dann, die vielen kleinen Ängste loszulassen und Angst überhaupt zu überwinden, um befreiter und glücklicher zu leben trotz aller Unwägbarkeiten unserer Existenz.

    

4. Wie Werte und die Suche nach Sinn unseren Lebensweg lenken

 

Der Begriff ‚Werte‘ ist schwer greifbar. Und doch sind es die Werte, die unserer Gesellschaft, der gesamten Welt und genauso dem individuellen Leben eine jeweils spezifische Richtung und Form geben. Die Vernachlässigung von Wert-Setzungen ermöglicht „Unwerten“ Raum zu greifen und Leben ins Chaos zu stürzen. Den Wenigsten ist bewusst, welchen Werten sie folgen. – Die Frage nach dem Sinn einer Situation oder bei Entscheidungen findet permanent statt, selbst wenn wir auch ihrer in der Mehrzahl der Ereignisse nicht bewusst sind. Ebenso hier gerät Leben in Verwirrung und Unordnung, wenn die Sinnfrage gänzlich ausgeklammert wird. Sowohl für eine harmonische globale Zukunftsgestaltung als auch für die jedes einzelnen Lebens ist die Bewusstmachung von Werten und das bewusste Fragen nach dem Sinn unumgänglich geworden.