:  Wir hörten von Michelangelo, dass die herrlichen Skulpturen, die er schuf, im Inneren des Steins bereits vorhanden gewesen seien. Er habe lediglich den Überschuss entfernt, um das kostbare Wesen zu  enthüllen, das schon immer da war. Wenn Sie im Leben Lektionen lernen (= mit schwierigen Lebensphasen konfrontiert sind) , tun Sie Gleiches: Sie meißeln das Überschüssige weg, um Ihr wunderbares inneres Selbst zu enthüllen.

(Elisabeth Kübler-Ross)


:  Wenige Menschen sind in der Erfahrung ihres Lebens allein. Die meisten haben Angst davor.
  Das Paradoxe daran ist, dass die, die alleine sind, sich nicht zwangsläufig allein fühlen. Und diejenigen, die nicht allein sind, fühlen sich einsam, öfter als sie es wahrhaben wollen.
  Die Einsamen suchen nach Gefährten, doch Kameradschaft ist ihnen unmöglich, denn sie haben noch nicht heraus-gefunden, wer sie selbst sind.
  Das Selbst ist eine Wildnis. Lässt du sie unerforscht, wird man sie mit Städten zubetonieren. Erforsche sie mutig, und Nähe wird möglich.
  Wahre Gleichheit zwischen Menschen setzt einen Selbstwerdungsprozess voraus. Solange du die Kontouren deines eigenen Herzens nicht kennst, kannst du auch die eines anderen nicht erkennen.
  Finde heraus, wer du bist, aber nicht nach der Definition von anderen. So findest du deine Heimat in dir selbst und nimmst sie überall mit hin. Du wärst nicht gelangweilt und fühltest dich nicht einsam.
  Es bedeutet, ganz du selbst und dennoch mit dem großen Ganzen verbunden zu sein. Es bedeutet, >>all-eins<< zu sein.
Auf diese Weise zieht es dich zu Menschen hin, die so sind wie du, sodass ihr euch versteht.
( In Anlehnung an Paul Ferrini, 'Die Jesus-Botschaften' - Das Neue Testament für unsere Zeit)

: Was ist der Mensch? - Alles kommt aus dem Geist -

 

1. Ebene

  • Der Mensch ist ein geistiges Wesen. Er hat einen Körper, er ist aber nicht der Körper. Bin ich denn nicht mehr 'ich', sobald ich z.B. einen Finger, ein Bein verliere oder sogar vom Hals ab querschnittsgelähmt bin?
    Wenn ich sage: "Mein Bein, meine Hand, meine  Augen, mein Körper", dann setze ich vor die Körperteile bzw. den ganzen Körper ein besitzanzeigendes Pronomen. - Folglich muss ich mehr als der Körper sein. Denn wer in mir spricht dieses 'mein'? Wer ist es, dessen Eigentum der Körper ist?
  • Alles Handeln und Gestalten des Menschen wird durch Gedanken und Emotionen verursacht. Ohne Gedanken und Emotionen kein Gestalten. Das Tier gestaltet nicht, sondern lebt sein Leben aus dem Instinkt.
  • Dem Menschen ist im Gegensatz zum Tier in großem Maße die Entscheidungsfähigkeit zu Eigen. Die Entscheidungen des Menschen formen seinen Weg.
  • Ideen sind Gedanken, die durch Emotionen eine Motivation erfahren, welche die Ideen in die Materie übersetzt.

2. Ebene

 

  Alle Materie manifestiert sich aus einem alles umfassenden Bewusstsein, welches auch als GEIST bezeichnet wird.
  Für das alles umfassende Bewusstsein gibt es auch den Begriff 'Transpersonales Bewusstsein', welches über jenes
  persönliche Bewusstsein hinausgeht, wenn wir sagen, ein Mensch habe sein Bewusstsein verloren/sei ohnmächtig
  geworden.

  GEIST ist ebenso nicht gleichzusetzen mit dem mentalen Geist oder Verstand. Der GEIST umfasst und durchdringt
  alles, was ist.

 


:  "Das Wichtigste für ein Leben in Glück und Zufriedenheit ist ein ruhiger Geist."     (Dalai Lama)


 

: Was wäre wohl aus dem Menschen geworden, wenn er sich nicht selbst erforscht hätte und so seiner tiefer liegenden Natur gewahr geworden wäre? ... Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung für menschliche Entwicklung. Erst wenn wir in die Stille gehen und nach innen schauen, können wir erahnen, worauf es im Leben ankommt. Werde dir bewusst, wer du bist! Erkenne, was im Leben wichtig ist! Versöhne dich mit deinem Schicksal! Sei wahrhaftig! Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Gehe nach innen!                                                                                                             

(Sylvester Walch in 'Vom Ego zum Selbst')

          


: Wenn wir nach innen gehen und unsere Lebensmuster, Gewohnheiten und Motive untersuchen; wenn wir unser inneres Gefüge verstehen lernen, aus dem unser Antriebe erspringen, desto klarer wird es in uns; umso mehr erweitert sich unser Horizont. Je mehr wir unsere unbewussten Reaktionen kennenlernen, desto weniger können wir manipuliert werden.

Desto mehr werden wir zum aktiven Gestalter unseres persönlichen Lebens, unabhängig aller Umstände.

 


Toleranz

= das Begreifen von einem Verbundensein auf einer tief menschlichen Ebene bei aller Verschiedenheit und trotz mancher Verletzungen, die einander zugefügt werden oder wurden.


Religion und Spiritualität

 

Alle religiösen Traditionen haben eine gemeinsame spirituelle Essenz, auf der jeweils ein Lehrgebäude mit Dogmen (Lehrsätzen) errichtet wurde, von denen einige darüber hinaus auch noch institutionalisiert wurden.

 

In der heutigen Zeit geht es nicht um Dogmen, sondern um spirituelle Erfahrung, die lebendig spürbar ist.
Das bedeutet, sich auf die Suche nach dem eigenen spirituelle Weg zu machen und ihn zu gehen, damit deutlich spürbar werden kann, dass das Leben mit seinen hellen und dunklen Seiten insgesamt von einer übergeordneten Kraft gehalten ist; dass der Mensch im Kern ein unvergängliches geistiges Wesen ist, das weder im Leben noch im Sterben allein ist.

 


: Ein wahrhaft neuer Anfang für die Welt beginnt immer im Menschen selbst: Indem wir uns von eingrenzenden Denk- und Gefühlsmustern befreien, Kopf und Herz in Einklang bringen und uns öffnen für die unerschöpfliche Kraft der Liebe, die nie verletzt sondern Heilung bringt. :